Beelogger-Waage mit 2 Wägezellen

Gutes Argument mit der Sonne. Das U-Profil würde ich aber nicht umdrehen. Da sammelt sich dann nur Wasser und Dreck. Man könnte aber an das L-Profil seitlich Holz als Blende anschrauben.
Die Bauhöhe finde ich jetzt nicht so besorgniserregend.

Ich hab mal 200kg ‘draufgestellt’. Da ist der Sicherheitsfaktor immer noch >6 :

Alternativ ginge natürlich auch Edelstahl. Ist nur etwas mehr Aufwand beim bohren.

Anbei nun die Zeichnung. Dem scharfen Beobachter wird nicht entgehen, dass ich noch etwas andere Profile gewählt habe. Das ist der Beschaffung zuzurechnen. Dadurch ist das noch stabiler geworden und keinesfalls fimschelig… ;-)
Gekauft auf ebay bei ‘sixbros_de’. Der war weniger als halb so teuer wie der Gemmel. YMMV.

Beelogger Waage.pdf (67,9 KB)

1 Like

Hmmm, ich finde die offene Konstruktion suboptimal, wir haben doch das U-Profil schon da, warum nicht einfach umdrehen! Wenn Wasser ablaufen soll, Löcher bohren oder ein L-Profil unten und oben ein T-Profil verwenden, damit es über die ganze Fläche offen ist. Oder man nimmt unten nur ein L-Profil, geschlossene Seite nach außen neben die Wägezelle, innen offen und oben ebenfalls ein L-Profil. Sonne auf die Wägezelle ist ech Mist und warum da noch eine Holzleiste dran schrauben wenn wir das Material (unnütz) unten eh haben. Das schützt die Wägezelle und den komplizierten Kram mit Einschlaghülsen kann man sich auch sparen, weil man das Aluprofil einfach über zwei Löcher anschraubt.

Überlastschutz finde ich erst mal nicht nötig, die Wägezellen haben meist eine Bruchlast von 300 %, d.h. bei einer 100 kg Zelle müssten 300 kg drauf. Da muss man schon mutwillig draufspringen um das zu erreichen. Man braucht sie vermutlich eher damit sich das Alu oben nicht verbiegt, mit einem 5 mm-er Alu könnte das aber passen.

Die Wägezelle CZL601 (100kg) ist 40 mm breit und 22 hoch. Wenn man ein 50er U-Profil mit 3 mm Dicke (je Seite) hat sind innen noch (50-2*3-40-=) 4 mm frei, etwas knapp, könnte aber gehen. Bei meinem Wägebalken mit Bosche H30 und 50 er Alu habe ich 5 mm Spiel.

Die Waage ist jetzt so geplant, dass die Wägezellen parallel zu den (längeren) Seitenwänden der Beute stehen. Theoretisch könnte man die zwei Zellen auch parallel zum Flugloch und hinten anbringen. Welche Vorteile / Nachteile hätte das? Weniger Material, da meist die Beuten länger als breiter sind. Vorteile bei einer Kippkonrtolle? L-Schiene würde gegen wegrutschen vorne helfen. Wo brauchen wir sie eher vorne oder an der Seite?? Macht eine Rutschsicherung in die jetzt noch offenen Richtungen noch Sinn? Vermutlich eh eine sehr wacklige Angelegenheit eine Kippkontrolle auf einer Waage und man sollte es lassen. ;-)

Ich fürchte, da sind wir unterschiedlicher Meinung. Ein nach oben offenes U sammelt Wasser und Dreck. Im worst case sammeln sich Blätter o.ä. unter der Wägezelle und verfälschen das Ergebnis.
L-Profile sind nur halb so verwindungsteif wie Us. Das müsste dann unten auch ein 5er oder mehr sein. Dann kann man auch beim U bleiben. Zumal das durch die Verschraubung gegen die Holzplatte praktisch zum Kastenprofil wird und damit schön verwindungssteif ist.

Der Überlastschutz ist nicht zwingend notwendig. Da wir den aber für den Preis von 4 Flügelmuttern erhalten, würde ich den drin lassen. Wenn der Dich vor den Folgen einer einzigen Ungeschicklichkeit bewahrt, hat er sich schon gelohnt.

Die Anordnung der Zellen an der Seite hat den Vorteil, das man den Zustand derselben von hinten kontrollieren kann. Bei querer Anordung müsste man sich für die vordere Zelle vors Flugloch stellen. Das ist bei den Damen meist unbeliebt. :slight_smile:

Bei der Kippkontrolle ohne Falz zieht man die Zargen ja erst mal nach hinten. Dann bleibt der Gesamtschwerpunkt auch ungefähr in der Mitte. Hmm.

Es ist ja nicht komplett offen, drüber ist ja wieder ein L-Profil, nur ein Spalt von ca. 5 mm ist über die ganze Breite, siehe:

Ich habe die bei mir schon seit einigen Jahren im Einsatz, was so ausschaut:

Ausser etwas Krümel war da noch nie etwas drinnen.

Stimmt, er Falz hinten könnte mit einigen Varroaschiebern in Konflikt kommen.

Habe einen Falz und kippe schon vorne, mit Waage würde ich mich das nicht trauen.

Let me use our local search for you:

Da sind jeweils Datenblätter zweier verschiedener Typen verlinkt.
Daher:


[zu Simulationsergebnissen der Materialbeanspruchung]

Klar.

Ist auch kein Problem, dafür gibt es ja Fühlerlehren (wp de). Nur nicht die Lehre einklemmen, die Blätter sind meist nicht gehärtet. - Bei den China-Waagen ist der Überlastschutz, also die Schraube mit Kontermutter, auch nur grob auf 1,5 oder 2mm eingestellt, das sollte man deutlich verringern, wenn Stoßbelastungen erwartet werden können.

Das, was Ihr finden wollt, heißt “Nennmeßweg” oder "deflection at Emax" oder “rated displacement” oder “déflection nominale”.
Bei Biegestab-Waagen aus Edelstahl sind das oft nur 0,1…0,2 mm, für Biegestäbe aus Aluminium geben z.B. HBM, Vishay (VPG) regelmäßig Werte von <0,5mm Nennmeßweg an.

Dann ist die Meßzelle aber kaputt; die Sicherung muß für 150% Emax ansprechen, oder sie ist wirkungslos - wenn die Meßzelle und ihre Genauigkeit erhalten werden soll. Wenn nicht, darf man auch für 300% dimensionieren. ;)

1 Like

Die habe ich wohl gesehen. Da sind aber nur die für die Messtechnik relevanten Angaben drin.

Dann stimmt das ja so ungefähr mit meiner Simuation überein.

Danke - das wollte ich nur wissen. Beim simulieren darf man die Realität nicht ausser Acht lassen :slight_smile:

Die gibt es für ca. 5€ beim Motorradzubehör (wenn man analog kaufen möchte).

Hmm, dachte “Bruchlast >300%” bedeutet, dass sie erst ab Nennlast x 3 kaputt geht.

Wie kann man einen Sonntag besser verbringen, als im Keller? :slight_smile:
Es hat ca. 3 Stunden gedauert, ist aber auch noch nicht 100% fertig. Man braucht dann doch einiges an Gerätschaften. Ein halbwegs gut ausgestatteter Hobbykeller hilft ungemein.
Man kann das sicherlich manuell mit Schraubstock, Bohrmaschine, ein paar Holz- & Metallbohrern und Holz- & Metallsägen erledigen. Spaß macht das vermutlich nicht.

Ich möchte hier aber nochmal die Konstruktion loben. Gut durchdacht, einfach & funktional. Verzeiht auch einiges an Ungenauigkeiten im Aufbau.
Es wird noch ein Update der Zeichnung geben und ich erkläre, was ich warum so gemacht habe. Aber das erst, wenn alles fertig ist.

3 Likes

Kaputt heißt hier nicht, daß sie bei 150% Emax bricht, sondern daß sie sich ab >150% Last nicht mehr komplett nach Entlastung in die Ursprungsform bewegt, sondern leicht verformt bleibt; damit ist ihre Genauigkeit und Linearität passé.

1 Like

Das ist tatsächlich ein Argument, das für die offenliegenden Wägezellen spricht, dass die Bohrlöcher halt nicht so 100% korrekt sein müssen wie beim “versenken” der Wägezelle im U-Profil. .

Deine Konstruktion mit den 2 L-Profilen würde mir gut gefallen, weil flach und einfach. Ich habe gesehen, dass du auch Bilder mit 2 L-Profilen mit der Bosche H30A gepostet hast. Sind deren Maße 50 x 50 x 3 mm ? Oder 45 x 45 x 4 ? Oder 40 x 40 x 4 ? (Das sehe ich jeweils als Maximalstärken bei Gremmel.)

@ekkards, bei mir sind es L-Profile mit 50 x 50 x 5 mm, siehe Open Hive "Scale Bar" for Single Side Weighting die gibt es z.B. bei einigen bauhaus-Märkten und bei Gemmel habe ich sie auch schon bestellt, mittlerweile aber günstiger bei ebay entdeckt.

ah, danke, “normal”= “nicht eloxiert”

@JerryBee hat mich netterweise in seine aufgezeichneten Daten schauen lassen, die von einer Waage mit konstantem Gewicht gemessen wurden. Damit kann man schön zeigen wie temperaturstabil (oder eben nicht) die Waage misst. Bin mir nicht ganz sicher, ob ich im Diagramm die richtigen Wägezellen ausgewählt habe. Nach Plausibilität sollte es passen, falls doch nicht, bitte verbessern @JerryBee:

Dort gibt es “Wägezellentemperatur”, die nehme ich mal als Temperaturlinie. Dann gibt es un_komprimiert_, ich nehme an das ist das selbe wie un_kompensiert_.

Von der Ähnlichkeit könnten “Waage 3 komprimiert” zu “Gewichtswert(2A) unkomp” und “Waage 4 komprimiert” zu “Gewichtswert(2B) unkomp” passen.

Das würde bedeuten, dass wir bei einem Temperatur-delta von 8 °C (die letzten 7 Tage, 17.-24.02.) bei Wägezelle 3 eine Abweichung von 120 g hätten, bei Wägezelle 4 sind es nur 70 g, Temperatur-kompensiert sind es nur 80 bzw. 50 g.

Hier visualisiert für Waage 3

… und hier für Waage 4

Das wären Gewichtsschwankungen von 15 g / °C bei der einen Zelle und 9 g bei der anderen Zelle. Hochgerechnet auf 20 °C delta kommen wir so auf Schwankungen von 300 g bzw. 180 g.

Wenn ich den Versuchsaufbau richtig verstanden habe waren das die Werte für eine Zelle gemessen. Nach meinen Erfahrungen addieren sich die Effekte, wenn man dei Wägezellen parallel schließt, dann wären wir bei 30 g bzw. 18 g / °C und 600 g bzw. 360 g bei 20 °C delta!

Nun wäre noch zu klären wie hoch die Schwankungen bei einer höheren Last sind, im Testaufbau waren es Gewichte von ca. 9 kg und ca. 8 kg.

2 posts were merged into an existing topic: Untersuchung und Datensammlung zur Temperaturabhängigkeit des gesamten Wägezellen-Subsystems

4 posts were merged into an existing topic: Welche Wägezelle für low-cost-Waagen?

Erich aus der FB-Gruppe Imkerei und Technik Eigenbau hat das beelogger-Design mit einen T-Profil zum Schutz der Wiegezellen vor Sonnenbestrahlung und Witterung.modifiziert:

1 Like

Welche habt ihr denn noch getestet?

Ich habe wenigstens 10 verschieden Waagen im Preisbereich bis 20€ ausprobiert…alles was es in China so für den Preis gab…bis max. 200kg

@clemens Es handelt sich um beelogger-Alu-Double-Waagen - also 2 der Wägzellen parallel am HX711-Eingang.