Waage-Konstruktion mit 2 Wägebalken und 130 x 30 x 22 mm Wägezellen

Gibt es hier im Datenblatt:

Meiner Meinung nach bringt das Senken nichts als Arbeit und eine Verschlechterung der Stabilität.

Ich hab schon ne Menge Waagen auseinandergebaut - zum Teil nach 2 Jahren Leben unter der Beute im Freien war das kein Problem die Edelstahlschrauben rauszudrehen.

Was willst Du von innen schützen? Du baust einen Hitzestauraum auf und bietest einer Mäusefamilie ne prima Behausung. Das war zumindest bei mir der Grund, warum ich von dem geschlossenen Design wieder weggekommen bin.

Naja, nun … ist ja nun nicht der Aufwand, in die Ständerbohrmaschine nach dem Bohren einen Kegelsenker einzuspannen und die Versenkungen vorzunehmen, zumal mit Tiefenanschlag.

Nein, das Gegenteil ist der Fall:
Eine Schraube mit flacher Kopfunterseite kann in der Ebene aller zur Einschraubrichtung orthogonalen Translationen immer nur Kraftschluß entgegensetzen (natürlich grundsätzlich begrenzt durch das Spiel zwischen Durchgangsbohrung und Schraubendurchmesser), während Schrauben mit kegeliger Unterseite alle orthogonalen Translationen durch Kraft- und Formschluß fixieren. Klar braucht es dafür ausreichende Materialdicke, schreibt Clemens ja auch. Die Kopfhöhe einer 90°-Senkkopfschraube M8 ist 3,5mm.

nee, sagt ja auch keiner, erst recht mit Zink oder Vaseline o.ä. - da mußt Du was falsch verstanden haben.

siehe Bild rechts:

Die Wägezelle will er vor dem Gemülle schützen, in @poesel’s Entwurf ist die nach ‘innen’ ungeschützt: wenn man z.B. die Varroawindel ein- oder rausschiebt, wird Gemülle auch mal nicht senkrecht fallen, sondern hat Chance, sich an der Meßzelle niederzulassen.

Hitzestau: das ist luftig genug, es hat an einer Unter- und einer Oberkante eine durchgehende Öffnung, prädestiniert für Zugluft, nix Hitzestau.

Mäuse: wir haben in den Doppel-H-Waagen schließlich auch Lamellenstopfen, man wird ja wohl die Enden der Profile mit einem eingelegten und nur oben oder unten befestigten Stück Gummi oder Plastik verschließen können. - Man kann auch die Füße des Beutenbock so bauen und damit die Beute hoch aufstellen, daß die Mäuse garnicht drankommen (sondern nur Waschbären, Füchse, Marder…) ;) !

1 Like

Also bei den beelogger-Nachbauer geht es mir immer um einen möglichst geringen Aufwand mit hohem Nutzen. Da wäge ich ab…die wenigsten haben z.B, einen ordenlichen Bohrständer zu Hause. Aber ein Teppichmesser für die Gummimatte hingegen viele :-)
Seitlichen Gemülleinfall sehe ich mal einfach als ungefährlich für Wägzellen an…

Vorweg:
Ich glaube, das alle hier vorgeschlagenen Varianten funktionieren. Die Unterschiede liegen in den Details und sind für das Endprodukt von eher geringfügiger Bedeutung. Wir wären aber auch keine Imker, wenn wir uns nicht über Details streiten würden :slight_smile:

Ich sag es gerne nochmal: wenn jemand eine 3D-Modell/Zeichnung einer/seiner Variante haben möchte, so mache ich das gerne für ihn. Die Dateien sind zur freien Verwendung.
Ich stell das ganze auch bei github rein, wenn das ok für Dich ist @JerryBee?

Auflage/Dämpfung:
So wie ich das verstanden habe, war der ursprüngliche Grund für diese Teile, das es bei thermischer Ausdehnung zu schwankenden Messergebnissen gekommen ist. Daher wurden Gummimatten eingelegt, die die Ausdehnung kompensieren.
Ich habe mich für Holz entschieden, aus mehreren Gründen:

  • ich hatte keine Gummimatten und diese Waschmaschinenunterlagen sind erstaunlich teuer dafür, das sie eigentlich nur gepresster Restmüll sind
  • man kann das Holz von den Bodenplatten verwenden
  • ästhetische Gründe :slight_smile:

Hat man Siebdruckplatten, dann gibt es eine raue und eine glatte Seite. Legt man nun auf der einen Waagenseite die raue und auf der anderen die glatte Seite nach oben, dann hat man eine 1A Fest-/Loslagerung und alle Spannungen können auf der glatten Seite abgebaut werden.

Schrauben:
Die Ansprüche an die Festigkeit und Wartung sind für diesen Anwendungsfall vergleichsweise gering. Da kann man im Grunde nehmen was man will, alles wird funktionieren. Ich bin halt normalerweise in Stahlwerken unterwegs, da ist das anders. :slight_smile:
Schrauben sollten besser gar nicht auf Querkräfte belastet werden. Wenn man das trotzdem tut, dann Schaft- und keine Gewindeschrauben. Der Schaft ist dann im Bereich der Querkaft und widersteht dieser besser, als ein Gewinde (wegen Rissbildung usw…).
Querkräfte sollten bei Schraubverbindungen durch die Flächenpressung aufgenommen werden. So wird deren Festigkeit auch normalerweise berechnet.
Zwei Senkkopfschrauben in einem Bauteil sind überbestimmt. Es gibt immer Fertigungstoleranzen, sodass Querkräfte an den Kopfunterseiten entstehen, die gegeneinander wirken. Senkkopfschrauben werden eigentlich nur aus optischen Gründen oder weil man den Platz braucht eingesetzt.
Das war jetzt ein bisschen Schraubenlehre, aber, wie gesagt, für hier eigentlich egal. Nehmt was ihr wollt, es wird funktionieren.

Nur so zum Spaß, wollte ich immer schon mal machen:


Im Videoplayer sieht das gut aus, im Browser leider nicht so sehr (YMMV).
Noch mal ein anderes Format:

Würdest Du das auch noch ür die 3 LochVariante machen, dann wäre alles perfekt :-)

Senken kannst du auch mit einem einfachen Akkuschrauber, kein Problem, das ist einfacher als Alu exakt bohren. Und genau da ist glaube ich das Problem, wenn du nicht exakt bohrst verzeihen dir die normalen Schrauben auch Abweichungen und wenn du ganz daneben gehauen hast, bohrst du noch mit dem nächsten Bohrer nach, bekommst dafür nicht mehr so eine stabile Verbindung, aber es passt – irgendwie. Das ist schwieriger bei verzogen gebohren Löchern, die man dann noch senkt.

Ich denke für den DIY-Bau ist nicht das Senken, das Problem, sondern eher das exakte Bohren mit den geschilderten Implikationen.

Denke das wird nicht funktionieren, vielleicht mit einer neuen Siebdruckplatte und neuem Beutenboden in den ersten paar Monaten. Meine Böden sind schon mehrere Jahre alt, da steht dann zwischen Boden und Unterlage auch Wasser und das Material verrottet – wenn auch langsam und Boden und Unterlage verkleben miteinander, mit 50 kg drauf wird da nichts mehr rutschen.

Wie gesagt waren das bei mir nur vereinzelte Beobachtungen, die aber schon stören wenn dann das Gewicht sprunghaft um 100 g und mehr ansteigt oder abfällt. Denke da ist Gummi schon eine bessere Lösung als Holz, zumindest mechanisch, was UV-beständigkeit angeht ggf. eher nicht.

Ich werde es ausprobieren. Wir sprechen uns dann in ein paar Jahren :smiley:

2 posts were merged into an existing topic: Kabel bei einem Setting mit zwei parallel geschlossenen Wägezellen verlängern

;-)

Wie verpeilt kann man sein :-) Danke für die Info!

1 Like

@clemens @JerryBee - kann mir bitte einer von euch sagen, wie breit die Auflagefläche bei den 3er Zellen ist? Die ist in der Zeichnung nicht vermaßt und offensichtlich breiter als bei den 2er.
Die rote Linie im Bild.


Gruß Jerry

Jetzt mit 2 & 3 Loch Variante und leicht verbesserter Animation (das ist aber immer noch die 2er).
Ich würde bei der Anleitung auch das PDF dabei packen. Als Graphik wird das arg pixelig.

Noch eine Anmerkung: der Abstand von 3mm für den Überlastschutz ist zu groß. Bei Nennlast biegt sich das Element ca. 1mm durch. Viel mehr sollte auch der Spalt nicht sein, sonst bringt der Schutz nichts.
Man kann das aber relativ einfach einstellen: M8 hat einen Gewindesteigung von 1,25mm. D.h. man dreht die Schraube sacht bis an das Aluprofil und dreht dann genau eine Umdrehung zurück (Markierung auf dem Schraubenkopf hilft). Dann hat man einen Abstand von 1,25mm

Habe gerade eine Waage von easyhive hier mit 130 x 30 x 22 mm Wägezellen, ich glaube von Mavin, als Profil ein 4 mm dickes Alu oder sogar Stahl U-profil unten und oben. Abstand zwischen den ca. 50 cm langen Balken ist 4-5 mm. Das kann ich locker mit einer Hand runterdrücken und durch Toleranzen beim Zusammenbau sind das auch mal 1-2 mm Unterschied, auch bei nicht 100 %iger paralleler Ausrichtung auf dem Untergrund wird das mal mehr mal weniger zusammengedrückt.

Sind die 1 mm theoretische Annahmen oder hast du das mit der Nennlast auf der Waage gemessen?

Die 1mm sind theoretisch.
Ich hab das gerade mal versucht mit einer 100kg Zelle zu messen. 95% der Nennlast kann ich relativ einfach aufbringen. :slight_smile:
Das Problem dabei ist, die tatsächlich senkrecht auf die Wägezelle aufzubringen. Greift man am Ende des Profils an, wird der Hebel schnell groß und die Durchbiegung des Profils kommt mit ins Spiel.
Aber mit einem kleinen Trick habe ich es herausbekommen: ich hab einen Streifen Knete in den Spalt unten zwischen Zelle und Profil geklemmt und vorher/nachher gemessen. Da kommt eine Durchbiegung von 1,25mm heraus. Das entspricht fast exakt der rechnerischen Vorhersage.
Nimmt man jetzt noch die Wegverlängerung durch den Hebel dazu, liegt man mit 1mm nicht so falsch.

Die Gewichtsverteilung der realen Beute ist natürlich nicht ideal. Mein Vorschlag: man setzt die Beute auf die Waage und stellt danach <1mm Spalt ein (eine Schraubendrehung M8). Das sollte dann eigentlich passen.

1 Like

beehivemonitoring hat mittlerweile auch eine Waage mit zwei Alu-Wägebalken, allerdings mit 2 (!) Wägezellen je Balken, insgesamt also 4 Wägezellen

Für die Produktion sind 2 identische U-Profile pro Balken sehr praktisch, unten kann damit aber kein Wasser ablaufen, kein Dreck weggespült werden.