So viel Sch...?!


#1

Ein Kollege, der eine der Waagen aus der Kleinserie bekommen hat berichtete, dass am 4. März, ab Mittag das Gewicht um krasse 500 g bis zum Abend abgenommen hat. Es war ein Tag mit über 10 °C am Mittag und damit konnten die Bienen zum ersten Reinigungsflug des Jahres starten.

Die Bienen koten nicht im Stock ab, sondern sammeln die Abbauprodukte des Winterhonigs/-zuckers im Darm und koten dann bei diesen warmen Temperaturen ausserhalb des Stocks ab. Sicher werden auch die einen oder anderen Toten bei dieser Gelegenheit aus dem Stock geschleppt, das werden aber nicht 500 g sein. Sind es also 500 g Kot, der hier abtransportiert wurde? Oder nutzen die Bienen das wärmere Wetter um ausführlich zu fressen und größere Mengen Winterfutter zu vertilgen?


#2

Ach, und ich dachte, daß ich Dich das fragen könnte! ;) Habe nämlich heute bei @Thias eine ähnliche Beobachtung gemacht:

In Berlin und Umland waren am heutigen 5.3. die Temperaturen ebenfalls um die 10°C, so konnten die Bienen sich erleichtern - aber der Betrag dessen verwundert dann doch (gemeint ist hier im Bild nicht das Ereignis kurz vor Mittag, bei welchem von einer auf die nächste Messung ein halbes Kilo fehlt). In den sechs Stunden zwischen Mittag und 18 Uhr ‘fehlen’ hier auch etwa ein halbes Kilo:

Das ist schwerlich mit Wegräumen des Totenfall zu erklären. Auch werden sie kaum größere Mengen Winterfutter aufgenommen haben, denn bei ansitzenden Bienen müßte das Gewicht ja auch mindestens teilweise wieder auftragen… Auch der Temperatureinfluß auf die Waage kann das nicht komplett erklären.

Insgesamt ist das doch aber ein hervorragender ‘Wirkungsgrad’, wenn es das ‘Ergebnis’ von 15kg Winterfutter ist?! ;)


#3

Die Frage habe ich mir heute auch schon gestellt. Erst als ich die Temperaturkurve angesehen habe, kam mir die Erklärung mit der Scheißerei. Ich war dann doch noch an der Beute und habe tote Bienen rausgekratzt. Das ist der zweite kleinere Einbruch. Es lagen auch nicht mehr oder weniger Leichen auf dem Gitter, als ein paar Tage zuvor. Der erste Einbruch im Gewicht heute vormittag stammt übrigens von der Entfernung des Schiebers, den ich während der ganz eisigen Tage drin hatte.
Zwischen 14 und 16Uhr kann es also nur Gewichtsverlust durch Abkoten gewesen sein.
100g verlieren sie bei mir pro Tag zur Zeit durch Verzehr von Futter. Leider brüten sie aber den ganzen Winter schon durch. Wahnsinn, wie sie die Hütte auf 45° über der Außentemperatur gehalten haben.


#4

Bei meinem Volk ist auch zwischen 13:25 und 14:25 am 5.3. das Gewicht um 200 gr. gefallen. Ausflüge hatten definitiv stattgefunden, sodass der Erleichterungsflug die Erklärung ist. Aber warum war das Gewicht im Laufe des Vormittags bei meinem Volk um 300 gr. gestiegen ?


#5

Eigentlich nur durch Regen/Tau/Reif/Tropfwasser zu erklären aber der Regen gestern morgen war ja schon viel früher vorbei und anschließend trocknete alles ab. Bin da ratlos.


#6

@peterthiemer wir hatten in Berlin gestern Vormittag Blitzeis, das könnte die Erklärung dafür sein. Es hat geregnet und das Wasser ist auf dem Beutendeckel festgefrohren. Mit den steigenden Temperaturen ist das Eis dann - wie in Berlin auf den Fußwegen auch - im Laufe des Vormittags bis zum Mittag weggeschmolzen.

So ganz passt es aber nicht zu den Daten, da mit der Gewichtszunahme auch die Temperatur in Plus-Regionen steigt. Tracht kann es nicht sein, dazu war es zu kalt.

Es soll auch Waagevölker geben auf deren Deckel sich regelmäßig die Hauskatze ausruht. Sind dann sicher auch schöne Bewegungen im Diagramm! ;-)


#7

@clemens ganz genau kann das nur mit Beobachtung der Beute zu diesem Zeitraum erklärt werden. Wahrscheinlich sind alle Faktoren beteiligt! Ich weiß jedenfalls, dass die Mädels jetzt auch erleichtert sind und hiveeyes open hat seinen Dienst dazu gemacht.