Vor einigen Jahren hatte ich mal den Olimexino-STM32 ausgeborgt, das ist ein Nachbau des Maple, dessen libmaple (Arduino-Kompatibilitätslayer) konnte auch schon einiges an HW unterstützen, aber sowas schönes wie STM32Duino von Clark gab es noch nicht. - Danach eine Weile nichts (außer STM32-Hardware entworfen ;) ), und jetzt vor zwei Monaten brachte @roh ein paar von den Bluepills vorbei.
Ja, klar sind die billig, aber das Ding war auch wieder ein Muster-Beispiel dafür, daß “zu billig immer am teuersten” ist - letztlich hat das 1,50EUR-PCBA mehr Zeit gekostet, bevor irgendwas ging, als man das mit z.B. einem STM32F3-DISCOVERY für auch nur gerade mal den zehnfachen Preis (um 15 EUR) gehabt hätte, das ganze dann aber in der Qualität des CPU-Herstellers, also ‘Marke’ und Gewährleistung usw.
Nachdem das erste Anstecken am host nichts erkannte, ergab die Inspektion, daß mindestens ein Pin der USB nicht verlötet und ein zweites fraglich ist:

Gut, das wurde behoben, aber dann passierte immer noch nichts SInnvolles mit der USB. Natürlich war auch dieses Board von dem inziwschen bekannten Fehler ‘falscher R10-Wert 10k anstelle 1k5’ betroffen (z.B. hier beschrieben). Das war zwar auch schnell geändert, aber meine Euphorie auch erstmal wieder verflogen…
Sicher könnte die BluePill ein Ersatz für z.B. einen Arduino Nano sein (von der unnötigen USB an einem remote node im Feld und dessen Einfluß auf die Energiebilanz mal abgesehen), sofern das dann mit den libs steht. Aber die beschriebenen Basteleien akzeptiere ich für mich nur beim Hobby, und sie sind für viele Techno-Imker hier ein klares Ausschlußkriterium - trotz Cortex M3 ist die BluePill ‘as is’ daher eben leider keine Konkurrenz für z.B. die kleinen Arduinos mit Cortex M0+.