Waagegestell aus China

Die Waage steht sei gestern Abend an der frischen Luft. Bei stark verwehendem Niederschlag ist nicht ganz ausgeschlossen, dass der Aufbau etwas abbekommt. Ein Gewicht von ca. 36kg belastet die Waage.

Ein Dashboard habe ich hier eingerichtet.

In der Wohnung ohne Gewicht auf dem Gestell habe ich bei Temperaturschwankungen um 4°C Gewichtsänderungen von circa 10g/°C festgestellt. Unter Last sind es bei den gegenwärtigen Außentemperaturen schon circa 30-35g/°C. Aber das sind nur grobe Abschätzungen aus einer sehr kurz Messreihe. Mal sehen, ob sich das noch stabilisiert…

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@a.nickel @clemens
Ist inzwischen eine Bezugsquelle bekannt? Unser Verein hätte Interesse! Danke schonmal!

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Hallo zusammen,

ich hoffe, dieser Reply ist an der richtigen Stelle. Ich bin nicht allzu vertraut mit dem posten… Es gab ein paar Fragen / Diskussionen, ich will mal versuchen zu antworten.

ad Testaufbau: Vielen Dank fuer die Testerei. Das ist wirklich prima. Ich konnte selbst beim ersten Modell keine Temp.-Schwankungen feststellen. Koennte es sein, dass die Schwankungen gar nicht bei der Wägezelle an sich sondern bei der angeschlossenen Mess-Elektronik auftreten?

Wir planen aktuell selbst in Kürze einen etwas größer angelegten Feldtest mit +/- 20 Waagen im LoRaWAN mit den hiesigen Imkervereinen zu starten.

ad Bohrloecher: @Thias: ja - entweder gibt es wirklich nur eine Handvoll Hersteller von diesen Alu-Blöcken, oder es gibt so eine Art Wägezellen-Bohrloch-Standard. Ich habe bei meinem Test vor ca. 2 Jahren bei 13 verschiedenen Modellen auch nur eine Handvoll verschiedene Varianten gefunden…

ad Bezugsquelle: ich beziehe die Waagen selbst von einer Firma hier in Deutschland. Gluecklicherweise ist der Geschaeftsführer hier in meinem lokalen Bienenstockwaagen-Team Mitglied. Ich selbst kenne die Quelle in China nicht. Er hat monatelang recherchiert und kam eben am Ende mit dieser Lösung um die Ecke. Wenn ihr das Gestell bestellen wollt, dann koennt ihr euch an mich wenden, ich leite die Anfrage weiter, und dann bekommt ihr ein Angebot. Hier hilft sicherlich eine grosse Menge, da sich dann die Lieferkosten quasi auf Null redizieren.

ad Nominalgewicht: ich hatte mal gesagt bekommen, lieber 300kg als 100kg zu nehmen. Daher sind die eingebauten Zellen mit 300kg. In der Tat sind sie 350kg, aber das war ein Versehen. Wir verfolgen auch einen Use Case wo bis zu 400kg Bienenstock auf der Waage stehen sollen. Lange Rede kurzer Sinn: ich lass mal anfragen, ob man das Gestell auch mit verschiedenen oder ohne Wägezelle bekommen kann.

lg, @a.nickel

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Hallo @a.nickel

besten Dank schonmal für die Info.

Könntest du bitte ein Angebot über erstmal 3 Gestelle - falls möglich auch mit verschiedenen oder ohne Wägezelle - veranlassen?

Gruß,
Carsten

Ich habe von einigen Imkern aus meinem Verein das Feedback bekommen, dass sie sich bewusst gegen eine Platte Entschieden haben. Sie wollten nicht, dass die zumüllt, dass sich dort das Regenwasser sammelt und hatte Bedenken, ob die Platte nicht die Luftzirkulation und damit die Honigtrocknung behindern würde. Was denkt ihr darüber? Hat sich die Platte in diesem Testaufbau bewährt?

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Wenn man ein H-Gestell als Waagebasis verwendet, hängt der weitere Aufbau sehr vom Boden der Beute ab.

  • Hat man einen geschlossenen Boden ohne Füße kann man den meist direkt auf das H stellen. Gemüll usw. ist da kein Problem, da sich mit der Waage eigentlich nichts verändert.
  • Wenn der Boden Füße hat – wie bei der Abbildung oben – braucht man fast zwingend eine Zwischenplatte / Abdeckung. 1) weil die Füße so gut wie nie genau auf das H passen und 2) weil es eine fragile Angelegenheit wäre die Füße der Beute genau auf die Arme des H zu stellen. Verschiebt sich das nur ein cm rutschen die Füße ab und die Beute kippt um! Daher finde ich auch die bei der Waage mitgelieferte Blechhaube suboptimal. Holzfüße rutschen da. Man muss sich was überlegen, damit das nicht passiert. Noch eine Siebdruckplatte? Was rutschhemmendes zwischenlegen?
  • Bei einer Platte / Haube in Kombi mit einem offenen Gitterboden kann das Gemüll sicher unlecker werden, wenn es durch den Gitterboden fällt und dann dort vor sich hingammelt. Wenn der Boden am Rand breit genug ist, könnte man die Waage auch ohne die Blechhaube verwenden, dann kann das Gemüll bis auf dei Stellen der Wägezelle und der H-Holme durchfallen.
  • Die Belüftung spielt nur eine Rolle, wenn der Boden keine Füße hat. Wenn man so einen Boden ohne Abstand unten auf die Blechhaube stellen würde hätte man wieder einen quasi geschlossenen Boden.

Diese H-Gestelle sind halt von den “normalen” Waagen abgeschaut, bzw. die oben ist ja eine normale Waage auf der man jetzt einen Eimer Honig und 10 Sekunden später einen Sack Zucker oder Karotten wiegen kann. Für uns ist der schnelle Wechsel des Messgewichts ja keine Anforderung. Daher hatten wir ja auch schon mal in andere Richtungen überlegt: Nämlich Waagen mit zwei oder vier Wägezellen, die es ermöglichen den Boden komplett offen zu lassen: z.B. Rahmen mit 4 Wägezellen oder auch die Arnia-Waage bzw. deren einfachere Schwester (hier im Video)

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Das ist natürlich nicht ausgeschlossen. Daher werde ich mir eine Bosche H40A besorgen und gegen die MAVIN Zelle austauschen. Ein gleiches Node-Setup mit H30A zeigt allerdings keine temperaturbedingten Gewichtsschwankungen.

Gut zu wissen, dass es hier kurze Kommunikationswege gibt.

Klasse!

Zum Thema Zwischenplatte. Ich dachte nicht, dass das gleich Wellen schlägt. Es war eher als konzeptioneller Gedanke gemeint. Ich würde auch keine Platte verwenden, obwohl meine Zanderbeuten auch von der Seite ausreichend belüftet werden. Das Gemüll auf der Platte zu behalten ist trotzdem nicht schön. Es gehört durchgerieselt auf den Boden. Stattdessen bieten sich ein Rahmen oder Schienen an.

Du hast mit der Elektronik getestet, die mit der ersten Waage geliefert wurde. du hast bei den Testmessungen jedesmal tariert, oder?! Das könnte schon den Unterschied ausmachen.

Die Anfrage nach verschiedenen Wägezellen - Nominalgewichten ist raus. Die Anfrage nach 3 einzelnen Waagen fuer @Carsten ist auch raus. Wenn das zu teuer wird, dann schlage ich eine Sammelbestellung zusammen mit unserer Bestellung vor.

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Hi Alle,

Die NICOT Plastikboden die ich benutze mit meine Dadant Kisten sind 540x430mm.
Die sind auch für Langstroth Kisten gedacht.

Also ein Paar mm mehr wären schon interessant und mehr “universel”

Patrick aus Korsika.

prima, bin gespannt!

Kleiner Zwischenruf:

So so: Waage nach Dehnungsmeßstreifen-Prinzip und 24-bit-AD-Wandler mit PGA=128, Zwei-Draht-Widerstandsmessung, analog fullscale 10 mV, alles outdoor, unbeheizt, mit 40 oder 50K Temperaturspanne über das Jahr - und Ihr wollt keine Temperaturbeeinflussung der Meßwerte festgestellt haben ?!

Mit Verlaub, aber: dies bleibt ein frommer Wunsch; das nehme ich Euch nicht ab.

measurements / dashboard / video / picture - or it didn’t happen!

Gain und Offset sowohl der DMS-basierten Waagen als auch der AD-Wandler haben alle (neben ihrem Initialfehler) einen Temperaturkoeffizienten, und alle driften auch noch über die Zeit. Außerdem haben wir eine Anzahl parasitärer Thermoelemente an den Kontaktwerkstoffen, deren unerwünschte Spannungen wieder das Ergebnis verfälschen. Außerdem haben Eure Meßzellen vier Drähte (bzw. fünf mit Schirm) und nicht sechs (resp. sieben), durch die fehlende 4-Draht- (aka Kelvin-) Messung gehen alle Probleme des analogen Übertragungswegs, also der Kabel und ihrer Verbindungen, voll in die Fehler mit ein.

Wenn Ihr also keinen Temperatureinfluß beobachtet haben wollt, dann waren entweder die Temperaturschwankungen nicht groß genug, oder Eure Fehlerbetrachtung und/oder Mittelwertbildner ist so großzügig, daß die akzeptierte Genauigkeit der Waage vielleicht nur 100 nutzbare Teilstriche oder weniger über das Jahr erbringt (z.B. 1,5 kg bei 150 kg Emax).

Wir können den Einfluß der Temperatur auf unseren Wägesensor “DMS-Balkenwaage” lediglich minimieren, - ihn aber zu negieren, führt zu nichts.

… und hier haben sie vor dem Beschichten vergessen, zu entfetten und v.a. den Rost zu entfernen - da geht bald die Oberfläche auf:

image

In dieser Nacht im Oktober 2018 habe ich bei einer Temperaturschwankung von 5°C nicht den kleinsten Ausschlag im Gewicht. Zugegeben, zu Begin der Messreihe hab es die, aber es hat sich stabilisiert. Für mich ist das ausreichend temperaturstabil und ich sehe keinen Bedarf, da etwas zu anzupassen.

Edit: anderes Beispiel

Edit2: Temperaturkompensation am 06.02.2019 implementiert

Gibt es jetzt Infos zwecks Bezug und Preis? Würde mich gerne anschließen wenn es in einem finanziellen Rahmen bleibt.

Da die Saison ja nicht mehr so weit hin ist, wäre ich auch sehr daran interessiert was so ein Gestell mit und ohne Zelle kostet. Vielleicht klappt das ja mit einer Sammelbestellung oder so. Ich würde auch direkt bestellen, wenn der Lieferant veröffentlicht wird

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3 posts were split to a new topic: China-Testwaage bei Thias

Hi @Tobi-H, wir haben das Gestell bei einem Importeur im letzten Jahr bezogen und klaeren gerade mit ihm, welche Preis- und Mengenoptionen es gibt. Auch welche Variablitiaet beim Nominalgewicht der Waegezelle. Sobald ich mehr Infos habe, lasse ich es euch wissen. @Carsten hat aktuell eine Anfrage am Laufen fuer 3 Gestelle. Mal sehen, wo wir hier preislich landen.

Der Preis stimmt so nicht. Es fehlen da Verpackung, Versand, Zoll, MwSt, …

Danke für den Hinweis, oben gestrichen mit Verweis auf dein Posting gerade.