NanoVNA SSA-V2

Von “LoRa 868 MHz Antenne selber bauen” kommend, ist mein bestellter VNA (Vektor-Netzwerk-Analysator) jetzt endlich vor ein paar Tagen gekommen, es ist ein inoffizieller Klon. Zum Preis von unter 100€ kann man natürlich kein Profigerät erwarten. Allerdings ist er leistungsmäßig nahe genug dran, so das man ihn bedenkenlos für den Antennenbau einsetzen kann. In meinem Fall weicht er ca 2-3Mhz von dem 10-20 mal teureren Profigerät ab. Auch im unteren VSWR Bereich ist er nur ca. 2% daneben.

Es sind sowohl 2-Punkt Messungen (z.B. Antennen) sowie 4-Punkt Messungen möglich (z.B. Bandpassfilter).

Man kann damit allerdings keine Quarze ausmessen und auch ist die Schaltung so gut wie nicht vor ESD geschützt. Das Messen großer Außenantennen, wie im Amateurfunk üblich, sollte man daher lieber nicht machen. Selbst bei leichtem Wind kann die dadurch entstehende Statische Aufladung, in einen für den NanoVNA gefährlichen Bereich, kommen.
Man sollte aber auch bei kleineren Antennen aufpassen, das man (Mensch) sich vor Arbeiten mit dem Messgerät Statisch entlädt.

Der NanoVNA SAA-V2 ist ein Vektorantennen-Analysator einem Metallgehäuse.
Spezifikationen

  • Messfrequenz: 10kHz - 3GHz
  • Abtastrate 100 Punkte/s
  • Sweep Punkte 201/1024 (am Gerät/über USB)
  • HF-Anschluß: SMA (Achtung! kein RP-SMA wie bei W-Lan Antennen üblich)
  • Bildschirm: 3,2 Zoll-TFT Touch
  • USB-Schnittstelle: Micro B USB Buchse
  • Batterie: 1950mAh LiPo
  • Port 2 Rückflussdämpfung: ≥13dB (bis zu 3GHz), 20dB (bis zu 1,5GHz)

Um aussagefähige Erfahrungsbericht zu erstellen brauche ich noch etwas Einarbeitungszeit und es fehlen mir noch ein paar Adapter.
Das Metallgehäuse ist laut der Entwickler auch eher ein Nachteil, da Störsignale innerhalb des Gehäuses reflektiert werden können.

Ich habe aber schon mal ein etwas angefangen zu testen und mit ein paar Antennenformen nach den im Netz verfügbaren Anleitungen zu zu bauen und neu zu berechnen.
Allerdings sind anscheinend die für uns interessantesten entweder falsch berechnet, oder zu abhängig von der Umgebung, so das ein Nachbau nicht so ohne weiteres ohne Kontrolle durch einen VNA sinnvoll ist.

In den Beiträgen bei Messungen mit dem NanoVNA SSA-V2 werde ich mal die drei 868MHz Antennen die ich hier habe durchmessen. Um diese an das Profigerät anzuschließen, um die Ergebnisse zu vergleichen fehlt mir aber noch ein Adapter.

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Darüber steht etwas bei NanoVNA V2 Official Site :

As of September 2021 all non-Plus/Plus4 hardware are clones (we have stopped producing V2.2 versions since October 2020), many of which perform badly, and users have reported software/firmware incompatibility. See official stores below and look for Plus/Plus4 versions only to avoid getting a bad clone. See FAQ | How to avoid a bad clone.

Grundsätzlich haben die Enwickler jedoch scheinbar nichts gegen die Klone, siehe auch Hardware Versions | NanoVNA V2 sowie About clones - NanoVNA V2 Forum.


Auch hierzu findet sich etwas bei NanoVNA V2 Official Site :

All board revisions before Plus4 are not compatible with a metal enclosure, which worsens dynamic range by 10dB at 3GHz. All original NanoVNA V2 devices before Plus4 use an acrylic or 3D printed enclosure, and only Plus4 has improved shielding that achieves high dynamic range with a metal enclosure.


Bei Messungen mit dem NanoVNA SSA-V2 sieht man jedoch, dass Vergleiche zwischen unterschiedlichen Antennen scheinbar durchaus möglich sind – und im Vergleich vermutlich doch einigermaßen aussagekräftig?

Ich frage ganz naiv, da ich mich mit dem Thema überhaupt nicht auskenne. Scheinbar hast Du mit der »3.2’’ black and gold« Variante einen “guten Klon” in den Händen?

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Ja das habe ich. Von den Entwicklern wird der Klon im Forum als Preisgünstige Alternative beworben.
Auch wenn die Entwickler von den Bezahlten Geld nichts abbekommen werden. Daher will ich schauen, ob ich von dem gespartem Geld, den Entwicklern doch noch was zukommen lassen kann.

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