Imkerverein Steglitz bei ZukunftsPreis der PDS-Bank ausgezeichnet


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Bin ja nicht nur hier bei hiveeyes aktiv, sondern auch beim Imkerverein Steglitz. Daher eine erfreuliche Nachricht aus dieser Ecke: Wir, der Imkerverein Steglitz, hat gestern beim ZukunftsPreis der PDS-Bank einen der mit je 3.000 EUR dotierten Preise, der von dern Mitarbeiterinnen und Mitarbeidern vergeben wird, gewonnen!

Im hiveeyes-Kontext können wir Teile des Preisgels für Temperatur- und Säuresensoren verwenden, wir möchten die Konzentration der Ameisen-Säure (AS) bei der Sommer- und ggf. Herbstbehandlung gegen die Varroa messen und optimieren.

Wir hatten uns mit folgendem Projekt beworben:

KURZBESCHREIBUNG IHRES PROJEKTS:

Es gibt jedes Jahr 10-30% Bienenverluste, obwohl wir am Stadtrand nur geringe Einflüsse durch Ackergifte haben. Für den Schutz der Natur ist unsere Honigbiene ein unerlässliches Glied in der Kette. Die Ausfälle können sich auch weiter erhöhen, daher sind unbedingt weitergehende Untersuchungen erforderlich, um das Bienensterben einzudämmen.

WAS MÖCHTEN SIE MIT IHREM PROJEKT BEWIRKEN?

Wir möchten das Bienensterben im Winter verringern – denn wenn im Winter die Bienen sterben, stehen im Frühjahr keine oder weniger Bestäuber für die Flora bereit.

Die Honigbiene ist der wichtigste Bestäuber unserer heimischen Pflanzenwelt, da sie bereits mit Beginn der Blüte als starke Völker bereitstehen. Im Gegensatz dazu bauen Wildbienen erst ihre Population auf.

Für den Schutz der Natur ist unsere Honigbiene ein sehr wichtiges Glied in der Kette. Ohne Bienen kein Obst und Gemüse – fehlendes Nahrungsangebot.

Die Bienen sterben:

  1. Überwiegend an der Varroamilbe durch verschiedenste Ausfallursachen.
  2. Bienensterben durch festes Futter (Waldhonig, Efeuhonig): „auf vollen Waben verhungert“. Die Bienen können zum Auflösen des festen Futters kein Wasser eintragen, da Temperaturen zu niedrig.
  3. Bienensterben durch Waldhonig (diesmal flüssig): dieser Honig ist ballastoffreich u. die Kotblase ist schnell voll. Ein Reinigungsflug unter 10°C kann ohne Sonnenschein nicht stattfinden. Vereinzelte Bienen koten im Stock ab und stecken das Volk an. Folge: Ruhr und Nosema; das Volk stirbt in vielen Fällen.
  4. Königin hält wegen schlechter Begattung nicht über Winter durch. Volk stirbt.
  5. Das Volk wird durch Nachbarvölker und Wespen ausgeräubert. Abhilfe wäre hier eine rechtzeitige Einengung der Fluglöcher bei Trachtende.

In allen aufgeführten Punkten können Ausfallursachen durch verbesserte Information verringert werden.

Bei Punkt 1 möchten wir Untersuchungen der säurehaltigen Stockluft durchführen. Erforderlich wären Säurefühler, die von außen allseitig herangeführt werden. Hierzu sind chemische und physikalische Kenntnisse erforderlich; in diesem Punkt benötigen wir Hilfe von Instituten.

Die Punkte 2-5 können durch eine verbesserte Information verringert werden.

WOFÜR WÜRDEN SIE DIE FÖRDERGELDER VERWENDEN?

Wir benötigen für dieses Projekt:
1 Bienenstock, Volk + Beute + Rähmchen
2 Satz je 4 Temperaturfühler und Säurefühler
1 Übertragungseinheit der Messergebnisse

Beratung durch ein chem.-physik. Institut.


System zur Messung der Ameisensäure-Konzentration im Bienenstock bei der Varroa-Behandlung