DIY Ambisonic Aufzeichnung


#1

Thorstens Wunsch wäre eine Ambisonic-aufzeichnung mit einem Soundfield-Mikrofon, das sind 4 Audiokanäle pro Volk.

Das damit produzierte Datenvolumen ist eine Herausforderung…2,6TB pro Jahr pro Volk. Für Phase 1 schlage ich vor, max. 20 Völker damit auszurüsten.


System für kontinuierliche Audio-Aufzeichnung (BOB Projekt, Phase 1)
Audio hardware for BeagleBone
Audio Recording mit LinkIt Smart 7688 und I2S-Mikro
#2

Hi Caro,

@tox’s Reiseziel sind also Surround Aufnahmen aus dem Inneren des Bienenstocks à la

Interpretieren wir das richtig?

Das sind in der Tat keine kleinen Brötchen mehr und - zur Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben hier im Forum - definitiv beim aktuellen Stand der Technik eher für Bienenstöcke in Labor- bzw. Infrastrukturnähe geeignet (lass uns vielleicht an dieser Stelle gleich den Begriff "Fiber-to-the-Hive"™ prägen ;]), aber klar: Warum nicht, Herausforderung angenommen ;].


#3

…kann nur kaum jemand die professionellen Mikros bezahlen - aber das läßt sich inzwischen selbst bauen (Halter aus dem 3D-Drucker in FDM oder lasergesintert):

Deren Modell (STL aus OpenSCAD) sowie ihr Projekt-git:
https://cm-gitlab.stanford.edu/ambisonics/SpHEAR/tree/master


Ähnlicher Ansatz, schwerer zu drucken:
https://18798-presscdn-pagely.netdna-ssl.com/immersiveaudiogroup/wp-content/uploads/sites/7671/2017/10/Zalles_MEMS.pdf

Das Modell (auch OpenSCAD):


Der Software-Aufwand in der ‘post-pro’ ist nicht trivial, aber das soll hier erstmal nicht interessieren… ;)


#4

https://hiverize.org/mikrohalter3d/

… machen wir alles, wenn wir reliablen CD-Qualität 24/7 aufnehmen können. Erst das Pflichtprogramm, dann die Kür mit doppeltem Ritberger und 5-fach Axel oder war auch immer.


#5

Siehst Du, solange war ich nicht mehr auf der Seite! ;)

Zum Aufwand: das erste Mikrofon ist immer das schwerste! - Das Nadelöhr bleibt klar die Datenmenge bzw. der Weitverkehrs-Übertragungskanal.


#7

@tox, ist die Anordnung der Mikrofonkapseln wie bei der Halterungen im posting vorher zu sehen – auch vom Abstand der Mikros zueinander – fix vorgegeben oder müssen die nur in einem bestimmten Winkel zueinander stehen und können noch einen cm auseinander gerückt werden?

Der Hintergrund meiner Frage: Macht es Sinn statt der rohen Mikrofon-Kapsel gleich Module mit Vorverstärker wie deses hier Sharplace GY-MAX4466 Mikrofon Verstärker Modul Mikrofonmodul Sprachmodul Für Arduino: Amazon.de: Baumarkt zu verbauen?

Wo muss der Mikro-Vorverstärker hin? Ist der besser am Mic untergebracht oder kann der z.B auch nach einem Meter Kabel am Microcontroller, z.B. bei uns das BB plus Cape, sein?


#8

Generell gilt, den Vorverstärker möglichst nah beim Mikro zu haben. Die Signale vom Mikro sind ziemlich empfindlich (z.B. gegen Einstreuungen), diese Strippen sollten daher kurz sein. Da wir im Bienenvolk wahrscheinlich hier nicht so viele elektromagnetische Störquellen haben und die Kabelstrecke nur einige cm wäre, ist das zu verschmerzen, denke ich. Ich habe diese Module (oder ähnliche) schon ein paar mal verbaut - dabei allerdings die Kapsel abgelötet und eine andere (auch mit etwas Kabel dazwischen) getauscht.


Im Prinzip geht es bei der Anordnung nur um die Winkel - wenn man die PreAmps aber in dem Tetraeder unterbringt, wird das Paket ziemlich groß - und im besten Fall sollte es ja im Messaufbau ganz flach untergebracht sein - in einem Zargenaufsatz von ca 2cm Höhe (etwa 2x Beespace und etwas Trägematerial --> Gitter).

BTW:
Für DIY Ambisonic Mikros gibt es immer mehr Interessenten und ambitionierte nichtkommerzielle Entwickler. Neben dem (bewährten) Klassiker von Dan Hemingson (z.B. https://makezine.com/2009/12/15/diy-ambisonic-microphone/) finden sich weitere interessante Ansätze von Makern oder schon vermessen in wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Wir sind nicht allein!